Bronze-Medaille bei der WM der Winterschwimmer in der Königsdisziplin

Minusgrade und leichter Schneefall, ideale Bedingungen für die Weltmeisterschaft im Winterschwimmen, die vom 20. bis 22. Januar im lettischen Jurmala, einem Vorort der Hauptstadt Riga stattfand. Die Merchweiler Seelöwen waren mit einem siebenköpfigen Team angereist, um in den Kategorien 25 m Brustschwimmen, 50 m Freistil und 450 Ausdauerschwimmen um Medaillen zu kämpfen.


Das Team der Seelöwen vor dem Start:
v.l. Florian Eckert, Christian Baltes, Dorothee Suck, Sandra Brettar, Michael Marx, Anja Laßotta.


Und in diesem Jahr Über 1000 Teilnehmer aus fast 30 Ländern von allen fünf Kontinenten, darunter auch völlig untypische Eisschwimmer-Nationen wie Mexiko, Botswana oder Australien stiegen in die nur 2°C kalten Fluten des teilweise zugefrorenen Flusses Lielupe, indem die Organisatoren der International Winterswimming Association die Wettkampfarena aufgebaut hatten.


Carsten Hell nach 50 Metern Freistil im der Open Air-Schwimmarena.

Damit sich die Schwimmer nach den Anstrengungen wieder aufwärmen konnten, waren mehrere Saunen und Hot Tubs mit holzbefeuerten Öfen installiert. Während der gesamten Veranstaltung sorgten heiße Rhythmen dafür, dass Zuschauer wie Teilnehmer sich warmtanzten und dann ging es in die eisigen Fluten. „Nur 25 m Brustschwimmen“ - bei 2°C Wassertemperatur eine extreme Anstrengung! In dieser Kategorie kämpfte sich Anja Laßotta von den Seelöwen in die Finalrunde, in der sie sich sogar noch um eine Sekunde verbessern und damit Platz sieben der weltweit besten Eisschwimmerinnen sichern konnte.


Dorothee Suck hochkonzentriert beim 450 m Ausdauer-Schwimmen

Weiterhin in die Top Ten schwammen Sandra Brettar mit Platz sechs in 50 Freistil und Michael Marx in 450 m Ausdauerschwimmen auf Platz acht. Auch Florian Eckert und Carsten Hell gaben alles, verpassten in ihren Kategorien bei sehr starker Konkurrenz aber leider die Top Ten.


Bronze für Dorothee Suck. Mit ihr freuen sich Sandra Brettar und Michael Marx

Beste Schwimmerin der Seelöwen war Dorothee Suck. Ihr gelang es mit ihrer konstanten Leistung in einem spannenden 450 m-Rennen die lange vor ihr liegende Lettin Gunta Ostrovska auf den letzten Bahnen vom dritten Platz und damit der Bronzemedaille zu verdrängen. 450 m im eiskalten Wasser verlangen den Athleten alles ab und gelten nicht umsonst als Königsdisziplin. „Noch nicht mal nach meinem härtesten Marathon hab´ ich mich so ausgepowert gefühlt“, so Michael Marx nach 450 Metern und über 10 Minuten im kalten Wasser.


Dorothee Suck mit Bronze-Medaille und Urkunde

Insgesamt sind die Seelöwen mit dem Gesamtergebnis sehr zufrieden und freuen sich jetzt schon auf die nächste WM, die für 2014 in Finnland angekündigt wurde und zwar direkt am Polarkreis. Die Seelöwen bedanken sich bei der Decathlon-Filiale Neunkirchen für die warmen Winterjacken und BKA-Verbindungsmann Oliver Fricke für die gute vor-Ort Betreuung.


Die Seelöwen bei der Siegerehrung:
Florian Eckert, Anja Laßotta, Sandra Brettar, Dorothee Suck, Carsten Hell, Michael Marx


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