Seelöwen bei der WM der Winterschwimmer im slowenischen Bled am Start

Nachdem die letzten beiden Weltmeisterschaften der Winterschwimmer ohne saarländische Beteiligung stattfinden mussten, gingen in diesem Jahr fünf Schwimmer der Merchweiler Seelöwen im slowenischen Bled an den Start. Vor zehn Jahren fanden hier schon einmal die Weltmeisterschaften statt. Damals starteten die Seelöwen nur über die Kurzstrecken, hatten aber fasziniert den 450-Meter-Schwimmern durch den malerischen See zugeschaut.

Und diesmal standen bei den Seelöwen die Langstrecken im Vordergrund. Bei trockenem, relativ warmen Außentemperaturen, größtenteils mit Sonne, ging es in die trotzdem nur zwischen fünf und sechs Grad kalten Fluten des Lake Bled, mitten in den Ausläufern der slowenischen Alpen.

Sandra Brettar startete am ersten Wettkampftag gleich mit der längsten Distanz: 1000 Meter Freistil in 25:20.00. Eine unglaubliche lange Strecke, die den Schwimmern alles abverlangt. In Bled nahmen rund 140 Schwimmerinnen und Schwimmer diese Distanz in Angriff. Wer hier durchkommt, ist schon ein Gewinner und für die Merchweiler Seelöwin zahlte sich das kontinuierliche Wintertraining aus.


Das Team der Merchweiler Seelöwen im sportlichen Outfit an der Wettkampfstätte.


Am nächsten Tag ging es für Christian Baltes über 200 Meter Freistil im extra im See aufgebauten 25-Meter-Wettkampfbecken an den Start. Begleitet von lautstarker Unterstützung seiner Fans verließ Christian nach 3:15.31 Christian zufrieden das Wasser, gut platziert im Mittelfeld.

Am dritten Wettkampftag war es dann soweit: In der 450 Meter Freistil-Disziplin durften Sandra Brettar (11:16.04) und Doro Suck (12:42.78) zuerst ins Wasser, die in einem gemeinsamen Rennen wieder im Freiwasser schwammen. Michael Marx startete eine Stunde später in der gleichen Disziplin und verpasste mit 10:04.83 die 10-Minuten-Marke knapp. Alle kamen ausgepowert aber überwältigt und nicht als Letzte ins Ziel. Somit ging ein zehn Jahre währender Traum in Erfüllung.

Am für die Seelöwen letzten Wettkampftag ging´s zunächst für Florian Eckert und Doro Suck auf die 25 Meter Brust Kurzstrecke. Florian Eckert ließ sich mit 26.59 in seinem Lauf nicht abhängen und Doro Suck erreichte in 27.92 mit einem 9. Platz die beste Platzierung der Seelöwen, bevor Michael Marx dann über 200 Meter in einem Herzschlag Endspurt mit sieben Hundertstel Vorsprung auf den zehnten Platz (3:49.50) und damit ebenfalls in die Top Ten seiner Altersklasse schwamm.


Doro Suck auf den letzten von 450 Metern.


Eine super schöne Veranstaltung in herrlicher Kulisse. Dass die Seelöwen trotz teilweise deutlich verbesserten persönlichen Best-Zeiten leider keine Medaille mitbringen, liegt auch daran, dass sich die Teilnehmerzahlen von 680 bei der ersten WM der Seelöwen 2008 in London auf mittlerweile rund 1400 Starter gesteigert haben und zunehmend Profi-Schwimmer an den Start gehen. Vorbei die Zeiten, bei denen mit lustigen Hüten Kopf über Wasser um Medaillen gekämpft wurde. Mittlerweile hat sich Winter- und Eisschwimmen zu einem echten Sport entwickelt. Und hier gilt das olympische Motto: Dabei sein ist alles!


Florian Eckert (Bahn 9) am Start über 25 m Brust.

Bericht in der Saarbrücker Zeitung



Das Neujahrsschwimmen 2020 war ein voller Erfolg!
(aktuelle Wassertemperatur: 4,9 °C)

Nachdem das Neujahrsschwimmen 2019 wegen einer Sturmwarnung des Deutschen Wetterdienstes abgesagt werden musste, waren in diesem Jahr besonders viele mutige und neugierige Schwimmer zum Neujahrsschwimmen gekommen. Zum mittlerweile 14. Mal stürzten sich die Merchweiler Seelöwen mit ihren Gastschwimmern in die 4,9 °C kalten Fluten des Itzenplitzer Weihers. Fast 50 Gäste und die Seelöwen hatten sichtlich Spaß am „Eisfasching“.


Alle Schwimmer vor dem Start.


Nach einer kurzen Aufwärmrunde um den Weiher ging´s dazu für alle Schwimmer gleichzeitig in den Weiher. Der älteste Schwimmer, der schon seit Jahren regelmäßig am Neujahrsschwimmen teilnimmt, zählt inzwischen stolze 79 Lenze, der am weitesten angereiste Schwimmer kam aus dem australischen Melbourne, wo es aktuell eher sommerliche Hitzeschlachten zu überstehen gibt.
Während die Gastschwimmer „Just for fun“ ins kalte Wasser sprangen, haben die Seelöwen ein festes Ziel im Auge: die Teilnahme an der WM im slowenischen Bled. Mit fünf Teilnehmern von der Kurzstrecke über 25 m bis zur absoluten Langstrecke über 1000 m gehen die einzigen Saarländischen Eisschwimmer ins Rennen.


Nur kurz rein oder länger Baden? Jeder wie er will.


Der Erlös der Veranstaltung geht dieses Jahr an den Wünschewagen des ASB, mit dem das Team von Ehrenamtlichen schwer Erkrankten einen oftmals letzten Wunsch erfüllen. Sei es ein letzter Besuch bei Verwandten oder ein gemeinsamer Besuch mit der Familie beim Lieblingsfußballverein. Der zum Transport Schwerst-Erkrankter ausgestatte Wünschewagen konnte vor Ort besichtigt werden und Helfer des ASB standen Rede und Antwort. Erstaunlich dabei: Das Durchschnittsalter der Fahrgäste liegt bei nur 55 Jahren.


Der ASB Wünschewagen erfüllt letzte Reisewünsche Schwerst-Erkrankter.


Die Merchweiler Seelöwen bedanken sich beim Sponsor ProWin, bei allen Helfern vom Spenden sammeln bis Kuchen backen, der Gemeinde Schiffweiler und dem Angelsportverein Heiligenwald für ihre Unterstützung, dem Karnevalsverein Ki-Ka-Ju Merchweiler für die Versorgung mit Glühwein und Rostwürstchen sowie dem Deutschen Roten Kreuz Heiligenwald und dem DLRG Ortsverein Illingen, die für die Sicherheit der Schwimmer sorgten.

Bericht in der Saarbrücker Zeitung

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Aktueller Bericht im SR-Fernsehen am 06.01. (ab 24:47)